Was ist Phytotherapie?
In der Pflanzenheilkunde werden Arzneipflanzen, deren Teile (Blätter, Blüten und/oder Wurzeln) oder daraus hergestellte Zubereitungen verwendet. Die Präparate sind oft gut verträglich und können zur Linderung, Heilung oder Vorbeugung von Krankheiten angewendet werden.
Sie können je nach Erkrankung ergänzend oder als Alternative zur Schulmedizin angewendet werden. Gerne nutzen wir sie auch als Ergänzung zur homöopathischen oder osteopathischen Behandlung.
Aufgepasst: «rein pflanzlich» bedeutet nicht immer «harmlos». Heilpflanzen enthalten eine Vielzahl von Inhaltsstoffen, welche nicht immer für alle Tierarten gut verträglich sind. Gerade bei Katzen muss man genau wissen, wie und welche Präparate angewendet werden dürfen.
Heilpflanzen können bei Tieren unter anderem bei folgenden Beschwerden eingesetzt werden:
• Schmerzen im Bewegungsapparat (z.B. Arthrose)
• Verdauungsbeschwerden (z.B. Magenentzündung, Unterstützung der Leberfunktion)
• Beschwerden der Harnwege (z.B. Blasenentzündung, Nierenunterstützung)
• Neurologische Probleme (z.B. «Demenz»)
• Psychische Beschwerden (z.B. Ängste, Unruhe)
Beispiele für Phytotherapeutika: Artischocke, Mariendistel, Weissdorn, Melisse, Sonnenhut,…
Misteltherapie
Mistelpräparate werden seit nunmehr 100 Jahren für die ergänzende und alleinige Behandlung von Krebserkrankungen beim Menschen eingesetzt, seit mehr als 25 Jahren werden sie auch immer häufiger bei Tieren angewendet.
V.a. beim Equinen Sarkoid der Pferde und Esel und beim Fibrosarkom der Katze liegen positive klinische Studien vor. Grundsätzlich können Mistelpräparate jedoch bei sehr vielen verschiedenen Tumorarten angewendet werden, auch ergänzend zu einer schulmedizinischen Behandlung (Bsp. Chemotherapie, nach einer operativen Entfernung des Tumors). Unsere guten Erfahrungen lassen uns diese Therapie gerne vorschlagen, da man so die Nebenwirkungen einer Chemotherapie bspw. umgehen kann.
In der Regel erfolgt die Therapie per Injektion, es gibt jedoch z.B. für die Katze auch Präparate, die man ins Maul eingeben kann.
Heilpilze /Mykotherapie
Mykotherapie ist die therapeutische Anwendung von Heilpilzen (Vitalpilzen), meist in Form von Pulver oder Extrakten. Verwendet werden Speisepilze, wie z.B. Reishi, Shiitake, Maitake, Hericium,…, weshalb die Präparate auch nicht als Arzneimittel gelten, sondern unter das Nahrungsmittelgesetz fallen.
Die Mykotherapie stammt aus der Traditionellen Chinesischen Medizin, wo sie schon seit über 4000 Jahren eingesetzt wird. Inzwischen gibt es viele Forschungen aus aller Welt dazu.
Vitalpilze haben ein sehr breites Anwendungsspektrum. Sie können therapeutisch, lindernd und vorbeugend eingesetzt werden. Vitalpilze haben viele verschiedene Inhaltsstoffe, welche das Immunsystem stärken, Entzündungen hemmen oder den Stoffwechsel regulieren können. Sie wirken in diesem Sinne ganzheitlich, stabilisierend und regulatorisch, nicht nur auf der körperlichen Ebene, sondern auch auf die Psyche.
Die Vitalpilze werden je nach Krankheitsbild sorgfältig ausgewählt, z.T. werden auch mehrere Pilze in Kombination angewendet.
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